Arbeitsstunden pro Jahr und Monat

Der Rechner ermittelt aus Ihrer Wochenarbeitszeit die Jahres- und Monatsstunden, brutto und nach Abzug von Urlaubstagen und Feiertagen, wahlweise mit Faktor 4,33 oder 4,35.

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Formel für die Jahresarbeitszeit

Es gibt zwei Wege, die Arbeitsstunden eines Jahres zu bestimmen. Beide führen zum selben Ergebnis, wenn die Eingangswerte zusammenpassen.

Weg 1: über Wochen

Jahresstunden = Wochenstunden × 52,14

Ein Jahr mit 365 Tagen hat 365 ÷ 7 = 52,14 Wochen, ein Schaltjahr 52,29. Für Überschlagsrechnungen wird mit 52 Wochen gerechnet; der Unterschied beträgt bei 40 Wochenstunden 5,7 Stunden im Jahr.

Weg 2: über Arbeitstage

Jahresstunden = Arbeitstage × Tagesstunden

Ein Jahr mit 365 Tagen hat 260 oder 261 Werktage von Montag bis Freitag, je nachdem, auf welchen Wochentag der 1. Januar fällt; 2026 beginnt an einem Donnerstag und hat 261. Davon werden Urlaubstage und die auf Werktage fallenden Feiertage abgezogen. Die Tagesstunden sind Wochenstunden ÷ 5 bei einer Fünf-Tage-Woche.

Beispiel für 40 Wochenstunden im Jahr 2026: 261 Werktage − 30 Urlaubstage − 10 Feiertage = 221 Arbeitstage × 8 Stunden = 1.768 Stunden tatsächlich zu leistende Arbeitszeit. Die vertragliche Bruttoarbeitszeit beträgt dagegen 40 × 52,14 = 2.086 Stunden, mit 52 Wochen 2.080 Stunden.

Brutto oder netto: welche Zahl wofür

  • Bruttojahresstunden (Wochenstunden × 52 oder 52,14) sind die bezahlte Arbeitszeit einschließlich Urlaub und Feiertagen. Sie sind der Divisor für den Stundenlohn aus dem Jahresgehalt und die Grundlage der Monatsstunden.
  • Nettojahresstunden (Arbeitstage × Tagesstunden) sind die tatsächlich zu leistende Zeit. Sie sind die Sollstunden für Arbeitszeitkonten, Projektkalkulation und Personalplanung.

Bei einer 6-Tage-Woche ändert sich die Rechnung: 48 Stunden auf 6 Tage sind 8 Stunden je Tag; das Jahr hat dann rund 313 Werktage, von denen Urlaub und Feiertage abgezogen werden. Das Arbeitszeitgesetz zählt den Samstag als Werktag, sodass 48 Wochenstunden die reguläre Obergrenze nach § 3 ArbZG sind. In der Praxis liegen tarifliche Wochenarbeitszeiten in Deutschland im Durchschnitt bei 37,7 Stunden (WSI), die tatsächliche Vollzeitarbeitszeit bei 40,2 Stunden (Destatis 2024).

Tabelle: Jahresstunden nach Wochenarbeitszeit

Jahresarbeitszeit bei Fünf-Tage-Woche; Nettowert mit 30 Urlaubstagen und 10 Feiertagen auf Werktagen (221 Arbeitstage)
WochenstundenStunden je TagJahr brutto (× 52)Jahr brutto (× 52,14)Jahr netto (221 Tage)
20,04,01.0401.043884
30,06,01.5601.5641.326
35,07,01.8201.8251.547
38,57,72.0022.0071.702
40,08,02.0802.0861.768

Die Zahl der Feiertage ist bundeslandabhängig. Bundesweit gelten 9 gesetzliche Feiertage, in einzelnen Ländern bis zu 13. Fallen Feiertage auf ein Wochenende, entfällt der Abzug. Für 40 Wochenstunden bedeutet die Spanne von 9 bis 13 Feiertagen 218 bis 222 Arbeitstage und damit 1.744 bis 1.776 Nettostunden. Der Rechner lässt Urlaubstage und Feiertage frei eingeben.

Die Bruttowerte sind die Grundlage für den Stundenlohn aus dem Jahresgehalt, weil Urlaub und Feiertage bezahlt werden. Die Nettowerte sind die Sollstunden für Arbeitszeitkonten und Kapazitätsplanung.

Arbeitsstunden pro Monat: 4,33, 4,35 oder 173,33

Die Monatsstunden folgen aus der Jahresarbeitszeit geteilt durch 12 oder, gleichwertig, aus den Wochenstunden multipliziert mit den Wochen je Monat:

Monatsstunden bei 40 Wochenstunden je nach Faktor
FaktorHerleitungMonatsstunden bei 40 hMonatsstunden bei 38,5 h
4,3352 Wochen ÷ 12 Monate = 4,3333173,33166,83
4,35365,25 Tage ÷ 7 ÷ 12 = 4,348174,00167,48
173,332.080 Jahresstunden ÷ 12173,33–

Die Zahl 173,33 ist nichts anderes als 40 Wochenstunden mit Faktor 4,33 und taucht deshalb in vielen Arbeitsverträgen als monatliche Sollarbeitszeit auf. Welcher Faktor gilt, steht im Arbeits- oder Tarifvertrag; der Unterschied zwischen 4,33 und 4,35 beträgt bei 40 Wochenstunden 0,67 Stunden im Monat und 8 Stunden im Jahr.

Die tatsächlichen Sollstunden eines konkreten Monats weichen vom Durchschnitt ab: Ein Monat mit 23 Arbeitstagen hat bei 8 Stunden am Tag 184 Sollstunden, ein Monat mit 20 Arbeitstagen 160. Für die Gehaltszahlung spielt das keine Rolle, weil das Monatsgehalt konstant ist; für den Soll-Ist-Vergleich auf dem Stundenzettel werden die Arbeitstage des jeweiligen Monats gezählt.

Sollstunden bei Teilzeit

Bei Teilzeit gelten dieselben Formeln mit den vertraglichen Wochenstunden. Entscheidend ist zusätzlich, auf wie viele Tage die Stunden verteilt sind, weil Urlaubs- und Feiertagsabzüge nach Tagen erfolgen.

  • 20 Wochenstunden auf 5 Tage: 4 Stunden je Tag; 221 Arbeitstage × 4 = 884 Nettostunden bei 30 Urlaubstagen
  • 20 Wochenstunden auf 2,5 Tage: 8 Stunden je Tag; der Urlaubsanspruch wird anteilig auf 15 Tage umgerechnet (30 × 2,5 ÷ 5), und Feiertage wirken nur, wenn sie auf einen Arbeitstag fallen
  • 30 Wochenstunden auf 4 Tage: 7,5 Stunden je Tag, Urlaub 24 Tage (30 × 4 ÷ 5)

Die Monatsstunden sind unabhängig von der Verteilung: 20 Wochenstunden × 4,33 = 86,67 Stunden, 30 Wochenstunden × 4,33 = 130 Stunden. Der Stundenlohn einer Teilzeitkraft ergibt sich aus Monatsgehalt ÷ Monatsstunden und muss dem einer vergleichbaren Vollzeitkraft entsprechen.

Häufige Fragen

Wie viele Arbeitsstunden hat ein Jahr bei 40 Stunden pro Woche?

Vertraglich 40 mal 52,14 gleich 2.086 Stunden, mit 52 Wochen gerechnet 2.080 Stunden. Tatsächlich zu arbeiten sind weniger: Bei 261 Werktagen im Jahr 2026 abzüglich 30 Urlaubstagen und etwa 10 Feiertagen bleiben 221 Arbeitstage mal 8 Stunden gleich 1.768 Stunden. Je nach Bundesland und Lage der Feiertage liegt der Wert zwischen 1.744 und 1.776 Stunden.

Wie viele Arbeitsstunden hat ein Monat?

Wochenstunden mal 4,33, weil 52 Wochen geteilt durch 12 Monate 4,33 Wochen je Monat ergeben. Bei 40 Wochenstunden sind das 173,33 Stunden, bei 38,5 Stunden 166,83 und bei 35 Stunden 151,67 Stunden. Mit dem Faktor 4,35 ergeben sich 174 Stunden bei 40 Wochenstunden. Die Sollstunden eines konkreten Monats hängen von der Zahl seiner Arbeitstage ab, zwischen 160 und 184 bei 8 Stunden am Tag.

Wie berechne ich die Jahresarbeitszeit?

Entweder Wochenstunden mal 52,14 für die vertragliche Bruttozeit oder Arbeitstage mal Tagesstunden für die tatsächliche Nettozeit. Für die Nettozeit zählen Sie die Werktage des Jahres, ziehen Urlaubstage und die auf Werktage fallenden Feiertage ab und multiplizieren mit den Stunden je Tag. Bei 38,5 Wochenstunden sind das 7,7 Stunden mal 221 Tage gleich 1.702 Stunden.

Was bedeutet 173,33 Stunden im Arbeitsvertrag?

173,33 ist die durchschnittliche monatliche Arbeitszeit bei 40 Wochenstunden: 40 mal 52 Wochen geteilt durch 12 Monate. Der Wert dient als Sollarbeitszeit für die Gehaltsberechnung und als Divisor für den Stundenlohn. Bei 3.000 Euro Monatsgehalt ergibt sich ein Stundenlohn von 3.000 geteilt durch 173,33, also 17,31 Euro. Bei anderen Wochenstunden ändert sich der Wert entsprechend.

Wie viele Sollstunden habe ich bei Teilzeit?

Multiplizieren Sie Ihre vertraglichen Wochenstunden mit 4,33 für den Monat oder mit 52,14 für das Jahr. Bei 25 Wochenstunden sind das 108,33 Stunden im Monat und 1.304 Stunden im Jahr brutto. Für die Nettostunden ziehen Sie Urlaub und Feiertage ab; der Urlaubsanspruch wird bei weniger als 5 Arbeitstagen je Woche anteilig umgerechnet.

Zählen Urlaub und Feiertage zu den Arbeitsstunden?

Sie zählen zur bezahlten, vertraglichen Arbeitszeit, nicht zur tatsächlich geleisteten. Deshalb wird der Stundenlohn aus den Bruttostunden berechnet, also 2.080 Stunden bei 40 Wochenstunden, während Arbeitszeitkonten und Kapazitätsplanungen mit den Nettostunden nach Abzug von Urlaub und Feiertagen arbeiten. Auf dem Stundenzettel werden Urlaubs- und Feiertage mit dem Tagessoll gutgeschrieben.

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Quellen

Geprüft von der CalcHours-Redaktion. Die Berechnungen beruhen auf den unten genannten Vorschriften; sie ersetzen keine Rechts- oder Lohnberatung.

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